Das unspektakuläre Leben der Janda Y.


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und wenn wir schon bei alten Geschichten sind...

heute gibts wohl einiges zu lesen...

Wie lange kannte sie ihn schon? Janda überlegte, 4 Wochen? 6 Wochen? Es war völlig verrückt, es war als ob sie sich schon ewig kennen würden und doch vielleicht stimmt es auch. Sie kannten sich immerhin schon fast seit dem ersten Tag, als Janda hergekommen war. Wer hatte eigentlich wen angesprochen? Er sie? Sie ihn? Und es waren sehr unverfänglichen Sachen gewesen, klar. Sie trafen sich in einem Club, an der Bar. Janda war neu, das war ihm sofort klar. Sie hatte keine Ahnung von den Regeln im Club und den besonderen Begebenheiten, die dieses neue Leben mit sich brachte. Oleg saß lässig an der Bar und beobachtete die Tanzenden und Janda fragte, ob sie sich dazusetzen dürfte. Klar durfte sie, er fand sie faszinierend, wie sie unbeholfen, schüchtern den Club betreten hatte, sich kurz umschaute und dann zielstrebig auf ihn zukam. Trotzdem strahlte sie eine Souveränität aus, die von einer gewissen Lebenserfahrung zeugte und ihn rasch in ihren Bann zog. Und er müßte lügen, wenn er sich nicht gern ansprechen lassen würde.

 

 

Janda fühlte sich zurückversetzt in ihre Ausbildungs- und Studienzeit, als sie in Bars, Clubs und Tanzkneipen ein- und ausgegangen war. Auch damals schon fand sie die Typen, die lässig an der Bar saßen cooler und interessanter als die schlechttanzenden geschniegelten und gelackten Typen, die auf der Tanzfläche alle Schritte zeigten, die sie in der Woche davor im Foxtrott-Extra-Partner-Kurs neu gelernt hatten. Was hatte sie diese Typen damals zu hassen gelernt, wenn die arrogant auf sie zukamen und meinten, sie unbedingt auch einmal mit ihren Tanzkünsten persönlich beglücken zu müssen. Gott, wenn sie an die weißen Tennissocken dachte, die damals unglaublich modern waren, wie bescheuert die in den dazugehörenden schnürsenkellosen Slippern aussahen. „Ich kann leider nicht Tanzen“ sagte sie mit einem leicht ironischen Unterton, der hoffentlich nicht überhört wurde. „Leider nicht, ich warte auf richtige Musik auf die man richtig Tanzen kann“, das waren so ihre normalen Antworten gewesen. Und irgendwann hatte der DJ ein Einsehen und brachte „richtige“ Musik, Funk, Rock, also alles was man unabhängig Tanzen konnte, und zwar ohne festen Partner. Janda tanzte sich damals die Seele aus dem Leib und wurde eins mit der Musik. Die Foxtrott-Goldkursteilnehmer versuchten oft noch mitzuhalten, merkten aber meistens (leider nicht immer), daß Foxtrott zu „Mothers Finest“ absolut unpassend und auch eine Beleidigung für jedes Rhythmus- und Musikgefühl war. Es war immer der krönende Abschluß des Discobesuches gewesen „Baby Love“ von Mothers Finest, obwohl Janda heute zugeben mußte, daß sie lange Zeit die genauen Inhalte des Songs überhaupt nicht verstanden hatte. Und die Tanzfläche war immer voll, immer obwohl der DJ einem immer weiß machen wollte, daß die Mehrzahl der Besucher lieber irgendeinen Schallalla-08/15 Stampf hören wollte und dazu –Discofox- tanzen wollte. Ja, es war die Zeit, als die Musikproduzenten nahezu jedes Lied neu zusammenmischten und mit einem flotten Discofoxrhythmus unterlegten, damit alle Goldkursteilnehmer alle Tanzflächen dieser Welt stürmen konnten und jedem ihre neuen Tennissocken präsentieren konnten.

...to be continued...

 

16.11.09 23:40
 
Letzte Einträge: MEHR TEXT!!!


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